Artgerecht Navi 178x178Die Zoo-Märchen von der artgerechten Zootierhaltung

Es ist noch nicht allzu lange her, da sprachen Zoodirektoren selbst noch in vermenschlichender Form von Gefangenschaft wenn sie über die nichtmenschlichen Tier-Insassen in ihren Haftanstalten sprachen oder schrieben. Als dann eine kleine Minderheit von mitfühlenden Menschen (Tierschützern) immer mehr an Mitgefühl (Empathie) und Zustimmung in der restlichen Bevölkerung gewannen, mussten die Zoo-Speziesisten schnell etwas ändern. Sie änderten Ihre eigene Wortwahl. Aus der „Gefangenschaft“ wurde nun „… in menschlicher Obhut (Menschenobhut)“.

Was die in „menschlicher Obhut“ inhaftierten „Tiere brauchen“, dazu haben die Zoodirektoren so ihren eigenen Standpunkt. So schreibt der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ)“ am 09.01.2011 auf seiner Homepage: „In Menschenobhut gehaltene Tiere brauchen aber in jedem Fall Gehege, die so eingerichtet und gestaltet sind, dass sie darin ALLE ihre Grundbedürfnisse befriedigen können, und die ihrem Verhalten angemessen Rechnung tragen.“

Können Zoo-Insassen ALLE ihre Grundbedürfnisse tatsächlich befriedigen? Kann eine künstliche Zoo-Gefangenschaft nicht domestizierten Tierarten, so genannten Wildtieren, wirklich gerecht werden? Sind Geburten wirklich klare Beweise für ein Wohlbefinden? Ist ein hohes erreichtes Alter in Gefangenschaft ebenfalls ein Argument für „Artgerechtigkeit“? Diesen und anderen Fragen wollen wir in diesem Kapitel nachgehen und für Aufklärung sorgen.

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