Was die Salzburger Zoofreunde ...

25 Juli 2013
 Juli 25, 2013

Was die Salzburger Zoofreunde (nicht) wissen sollten!

… über die Vergangenheit ihres neuen zootierärztlichen Leiters

 Stand 27.06.2013)

Von seiner „humanistischen Schulbildung“ im Lörracher Gymnasium, von der auf einer Internetseite über Henning Wiesner berichtet wird, ist im Umgang mit überschüssigen Bärenindividuen von 1991-1993 im „Tierpark München Hellabrunn“ offenbar nicht viel übrig geblieben. Oder würden Sie folgendes Schicksal der einst „niedlichen Braunbärchen“ des Münchner Tierpark Hellabrunn als tierfreundlich und besonders human bezeichnen? Lesen Sie folgenden Kurzbericht:

1994

Zwei deutsche TV-Sendungen (11.07.1994) über die Schlachtung von so genannten „Zootieren“ machen in Deutschland 1993 und 1994 riesige Schlagzeilen. In diesen Sendungen tauchen der Bayreuther Zootierschlachter Rainer J., aber auch Tierhändler Werner Bode aus Bad Bentheim auf.
 
 
 
Laut diesen TV-Beiträgen sollen diverse große und anerkannte deutsche Zoos ihren Bärennachwuchs an Rainer J. verkauft und von der anschließenden Schlachtung gewusst haben. So sollen u.a. auch vom Tierpark München Hellabrunn mehr als 10 Braunbären an Herrn J. abgegeben und sogar geschlachtet worden sein. Tierparkdirektor war damals Henning Wiesner. Heute ist er der „zootierärztliche Leiter“ des Zoo Salzburg Hellbrunn.

Im einem der TV-Beiträge wehrt sich Wiesner mit folgenden Worten:

„Wir haben die Bären, die wir nachgezogen haben, in gute Hände gegeben. Wir haben sie an Zoos und Wildparks abgegeben. Wir haben sie aber niemals zum Schlachten oder zur Fellverwertung abgegeben.“

Weiter heißt es in der Sendung:

„Auch Braunbären aus dem Tierpark Hellabrunn … kamen in alles andere als gute Hände. Zoodirektor Wiesner beteuerte öffentlich, er habe nur zweimal Überschussbären abgegeben. Aus diesem internen Schreiben geht aber hervor, dass auch in anderen Jahren Bären abgestoßen wurden. Vierzehn Tiere an der Zahl.“

Weiter beteuert Wiesner an einem Beispiel:

„Die letzten zwei Bären die abgegeben worden sind, sind nach Ramat-Gan Israel gegangen … Wir haben in Ramat-Gan nachgefragt … die leben, denen geht es einwandfrei und denen geht es bestens.“

 

 

Doch auch die TV-Journalisten haben recherchiert. Der TV-Kommentator:

„Im Antwortschreiben von Ramat-Gan heißt es: …wir haben nie Bären aus München bekommen und nie mit Prof. Wiesner über Bären gesprochen.“

Auch sollten, laut Tierparkdirektor Wiesner „…fünf Bären aus Hellabrunn an den belgischen Zoo WAZOO gegangen sein.“
 
Doch auch hier finden die Journalisten heraus:

„Zoo-Wazoo-Sprecher: Ich habe keine Bären bestellt … es kann nur sein, dass mein Name missbraucht wurde.“

 

Weiter heißt es zu den Münchner Bären, die angeblich an den Zoo „Wazoo“ gegangen sein sollen:

„Werner Bode, Tierhändler und Chef dieses Tierparks soll das Geschäft, das es nie gab, abgewickelt haben. Auch den Gronauer Vogelpark gibt es nicht. Seit 10 Jahren stehen die Volieren hier leer. Werner Bode schweigt sich um den Verbleib der Hellabrunner Bären aus. Was zumindest aus einem Teil der vormals 14 Bären wurde, kann ein anderer aufklären. Rainer J.: Wie Sie sehen (er zeigt auf abgehangenes Fleisch), können das Hellabrunner Bären sein … eines kann ich sicher sagen, dass sie alle die Kugel bekommen haben … wie Sie hier sehen können.“

Offenbar war der Umgang mit überschüssigem im Tierpark München Hellabrunn keine Ausnahme in ganz Deutschland, denn so meint Götz Rümpler (damals Direktor Zoo Münster und Sprecher des Verband deutscher Zoodirektoren) in der besagten TV-Sendung:

„Die Tiere werden beseitigt, sie werden an einen Tierhändler verkauft, und was der damit macht, da steckt der Verkäufer (Zoos) den Kopf in den Sand und jedermann weiß, dass die Tiere letztlich dann für eine Kugel geopfert werden und auf dem Schlachthof landen.“

EndZOO hofft natürlich, dass die Aufsichtsratsvorsitzende Ingeborg Wachs bezüglich der Einstellung Wiesner Recht behalten wird: „Die Sicherheit für Menschen und Tiere im Salzburger Zoo hat höchste Priorität.“

Sehe Sie die vollständige TV-Dokumentation HIER!


One response on “Was die Salzburger Zoofreunde …

  1. Mirjam Irle sagt:

    Der geschilderte Fall belegt doch sehr gut, dass es den Tierparks und Zoos nur um Besucherzahlen und somit mal wieder nur um den Profit geht. Von wegen Arterhalt etc. Die Tiere sind nur Mittel zum Zweck. Also werden Tierkinder produziert, wenn diese aber groß sind und das Interesse der Besucher nachlässt, werden sie einfach entsorgt. Deshalb: Schluss mit der Tierausbeutung. Tierparks und Zoos müssen geschlossen werden. Wenn mensch tatsächlich am Arterhalt und der Artenvielfalt interessiert ist, dann sollten die natürlichen Lebensräume der Tiere und die Tiere vor Ort geschützt werden. Tiere sind keine Ware!!!

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