Tiergarten Walding (Haltung allgemein)

15 Juli 2013
 Juli 15, 2013

TIERPARADIES ODER POLITISCH, GESELLSCHAFTLICH UND

BEHÖRDLICH GEDULDETE TIERQUÄLEREI?

(Stand 15.10.2012)

Eine EndZOO-Bestandsanalyse

Liest man zunächst den Namen „Tiergarten Walding“, so verbindet man eine solche Einrichtung automatisch mit ähnlichen Einrichtungen, wie dem „Tiergarten Schönbrunn“ oder „Tiergarten Nürnberg“. Doch die Realität enttäuscht letztendlich gewaltig.

„Herzstück ist der Mühlviertler Dreiseit-Bauernhof.“ (1)

EndZOO Österreich hatte den „Tiergarten“ bereits im Jahr 2011 besucht und einen Bauernhof mit in Gefangenschaft gehaltenen und zur Schau gestellten exotischen nichtmenschlichen Tieren vorgefunden. Die Anlagen der so genannten Wildtiere, wie Elefant, Panther, Serval und Ozelot, sind sichtlich in die Jahre gekommen und entsprechen keinesfalls einer „modernen“ Tierhaltung. Von ähnlichen Haltungsbedingungen anderer „Tiergärten“ ist man in Walding Jahrhunderte entfernt.

Mit dem Wort „Tiergarten“ täuscht Besitzerin Angela Mair einen modernen Zoo vor, den es aber nicht annähernd gibt. Diese Einrichtung trägt unserer Auffassung nach zu Unrecht den Namenszusatz „Tiergarten“. Ob hier auch ein Verstoß gegen geltendes EU-Recht vorliegt, darin ist „Zoo“ ein geschützter Begriff, prüfen wir derzeitig noch. Dies ist aber nicht die einzige Enttäuschung, die dieser Tiergarten zu bieten hat.

Unwissenschaftliches und vermenschlichendes Horten

„Wir suchen zum Beispiel … Zoologie- und Biologie-StudentInnen zur Unterstützung für unsere Tiergarten-führungen.“ (36)

Nach geltendem EU-Recht muss eine zoologische Einrichtung u.a. auch eine wissenschaftliche Arbeitsweise vorweisen. Während unserer Recherche haben wir aber keine  Hinweise auf eine aktuelle oder aktive Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm, einer wissenschaftlichen Studie oder ähnlichen Projekten finden können. Der „Tiergarten Walding“ ist also kein wissenschaftlich geführter Zoo, sondern ein gewöhnlicher Bauernhof mit einer mehr als fragwürdigen Tierhortung.

Und gehortet (gesammelt) hat „Tiergarten“-Besitzerin Angela Mair schon von Kind auf:

„Darunter auch die junge Gepardin Laila, ursprünglich das Haustier eines italienischen Aristokraten … Es folgten Löwen, Bären, Ponys, Papageien, Wölfe, Pumas, Esel und Füchse.“ (29)

Im Jahr 1965 begann die Tierhortung von Frau Mair und ihren Eltern mit einer „exotischen Ente“. (25) Zwei Jahre später „bekam sie vom Salzburger Zoo eine junge Wölfin geschenkt, die vom Rudel ausgestoßen worden war“. (25)

„Dies war das erste Raubtier und quasi der Grundstein für den heutigen Tiergarten am Mursberg. Schnell sprach sich die Liebe zu verstoßenen Tieren herum und so bekam man im Laufe der Jahre vor allem von Privatleuten viele exotische Tiere.“ (25)

„Angela Mair: Und so spielte ich als Kind eben nicht mit Zwerghasen oder einer Katze – für mich war es normal, dass in der Gaststube Wölfin Senta neben mir lag und Löwe Rumba mein exotischer Zimmernachbar war“ (18)

„Löwe RUMBA, der in einer Wohnung gehalten wurde und dafür längst zu groß war, war der nächste.“ (25)

Bereits der damalige vermeintlich „normale“ Umgang mit Wölfin Senta und Löwe Rumba lässt erkennen, wie vermenschlichend, unwissenschaftlich und äußerst fraglich Frau Maier zu Beginn ihrer Sammelleidenschaft mit so genannten Wildtieren umging. Dass diese Fehlentwicklung bis heute anhält, ist dabei besonders erschreckend.

„Angela Mair greift durch den Zaun (des Löwenkäfiges), streichelt den stolzen Kerl (Löwe MITSCHO) hinterm Ohr.“ (22)

Auch in diversen Aussagen, Texten oder Interviews ist die Unwissenschaftlichkeit, Vermenschlichung und Naturentfremdung von Frau Mair deutlich erkennbar.

„Raubtiere – Wild und sanft“ (1)
„Schauen Sie den Wildkatzen zu, wie sie in den großzügig gestalteten Freianlagen herumpirschen, herumtollen oder einfach nur faul sind.“ (1)

„Fast ihr ganzes Leben hat Sie (Elefantin MARY) mit uns verbracht und uns mit ihrer Freundlichkeit, ihrer Sprache, ihrem Vertrauen und ihrer Liebe beeindruckt und froh gemacht. Wir sind sehr dankbar für die wunderbare gemeinsame Zeit mit unserer Mary.“ (27)

Ins „Mair-Paradies“ gerettet?

Doch außer „Tiere-Sammeln“ kann Angela Mair noch eines besonders gut, nämlich von ihrer unwissenschaftlichen Tierhortung geschickt ablenken, sie schön  reden und das Ganze in eine fragwürdige und selbstherrliche Sprache verpacken. So geizt sie z.B. nicht gerade mit den selbstverherrlichenden Worten wie „Paradies“, „Garten Eden“ oder „Arche Noah“. Wer solche realitätsfremde Worte für eine so genannte Wildtierhaltung wählt, muss sich als Halter auch fragen lassen, ob er noch in der Lage ist, wirklich bewusst und verantwortungsvoll mit nichtmenschlichen Tieren umzugehen.

Auf einem eigenen Werbe-Flyer, auf einem Info-Blatt und auf der eigenen Homepage ist immer wieder zu lesen:
„In mehr als 30 Jahren hat Geli Mair hier ein Paradies erschaffen. Mit viel Arbeit, viel Liebe zu den Tieren und einer innigen Zuneigung zu den Menschen, die Tiere mögen, ist am Mursberg eine Attraktion für Groß und Klein wahr geworden.“ (1)
„Begonnen hat alles auf einem ganz normalen Bauernhof in Pasching bei Linz, mit ganz normalen Haustieren. Aber die Familie Mair machte aus Tierliebe eine Arche Noah daraus.“ (16)
„Unser kleines Naturparadies liegt nur 14 km von der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz entfernt…“ (38)
„Nicht nur die einzigen in Österreich lebenden indischen Elefanten, sondern auch Raubkatzen, Affen, Kamele, Alpakas, Lamas, Papageien,… und viele verschiedene Haustiere leben in diesem kleinen Paradies.“ (38)
„Viele Besucher erleben den hautnahen Kontakt mit Tieren als etwas Besonderes; sie spüren ihre Ausstrahlung, ihre Ruhe und ihre ganz eigene Würde. Oft entsteht aus diesem Kontakt eine jahrelange Freundschaft zu einem Tier und eine innige Beziehung zu diesem kleinen Paradies auf dem Mursberg.“ (12)
„Dass in einem „irdischen Paradies“ nicht immer alles eitel Wonne ist, sondern ganz konkrete Sorgen und Probleme bewältigt werden müssen, konnte mir meinen Traum vom eigenen „Garten Eden“ nie ganz nehmen. Außerdem: Immer dann, wenn es schwer wird, an meinem Traum festzuhalten, erfahre ich die Macht des Guten. Es sind Menschen mit Herz, Verstand und vielen Talenten, die mir dann zur Seite stehen und mithelfen, den Traum am Leben zu halten.“ (37)

Fakt ist, die heutige Zurschaustellung im Tiergarten Walding kommt der beengten Haltung in der biblischen Arche Noah in trauriger Weise sehr nahe. Ob die nichtmenschlichen Insassen des Tiergartens Walding tatsächlich unter paradiesischen Umständen gehalten werden, dazu später mehr.

Eines ist uns besonders aufgefallen. Frau Maier und diverse Medienvertreter sprechen oder schreiben sehr oft von „in Not geratenen“ Tieren.

„Aber die Familie Mair machte aus Tierliebe eine „Arche Noah“ daraus. Viele exotische Tiere fast alles „Notfälle“, Waisen, Findlinge und Tiere aus schlechter Haltung wurden aufgenommen und fanden eine neue Heimat.“ (7)

„Die meisten Tiere wurden im Laufe der letzten Jahre aus schlechter Haltung oder vor dem sicheren Tod gerettet.“ (6)

„Die Idee, Tieren in Not zu helfen und ihnen ein Zuhause zu geben, hat sich dank zahlreicher Helfer schließlich durchgesetzt.“ (12)

Die unendliche Geschichte der Retterin Frau Mair?

Dass die ständige Wiederholung dieser Aussagen den Anschein erwecken soll, Frau Maier sei eine aufopfernde Retterin, scheint uns naheliegend. Schaut man sich jedoch die verschiedenen Herkunfts-Geschichten ihrer Elefanten MARY und BIMBI an, die Frau Maier das ein oder andere Mal jährlich auftischt, kommen erhebliche Fragen und Zweifel über „Retter-Geli“ auf. Sieben, meist unterschiedliche, „aufrührende“ und „herzzerreißende“ Elefanten-Geschichten, die Angela Mair selbst oder diversen Medien bisher erzählte, haben wir in diversen Veröffentlichungen gefunden.

Geschichte Nr. 1

Elefantin MARY war für einen Zirkus bestimmt und ein Tierhändler hielt sie schlecht. BIMBI war bei einem Transport schwer verletzt worden. „Zwei junge Elefanten, eine davon noch ein Baby, wurden von ihren Eltern freigekauft. Die beiden in Indien geborenen Elefanten befanden sich in einer bedauernswerten Lage. „Mary“ war ursprünglich für einen Zirkus bestimmt und bei einem Tierhändler in einem dunklen Raum eingesperrt; „Bimbi“, das Baby, war erst ein Jahr alt, beim Transport verletzt worden und war ganz abgemagert – es stand sehr schlecht um sie.“ (12)

Geschichte Nr.2:

Ein Zirkus wollte die zwei Elefanten nicht nehmen. „Ihre Eltern hatten Anfang der Siebzigerjahre in Deutschland zwei Elefanten gekauft, die aus Indien importiert worden waren, die ein Zirkus aber dann nicht annehmen wollte.“ (19)

Geschichte Nr. 3

Ein Zirkus kaufte MARY und er ließ sie in einem engen Käfig dahinvegetieren. „Mary, die Elefantenkuh, war von einem Zirkus bestellt und extra aus Indien eingeflogen worden. Dann verlor der Zirkus plötzlich das Interesse, ließ das Tier in einem engen Käfig dahinvegetieren.“ (22)

Geschichte Nr. 4

MARY vegetierte bei einem Tierhändler. BIMBI wurde aus einer anderen ebenso schlechten Tierhändler-Haltung freigekauft. „Mary“, die damals 5jährige Elefantenkuh vegetierte bei einem Tierhändler in einem dunklen, wenige Quadratmeter umfassenden Raum: Frau Mair kaufte sie aus Erbarmen frei. Da Elefanten Herdentiere sind, bemühte man sich um Gesellschaft. Bei einem Wiener Tierhändler fand man die ein Jahr alte „Bimbi“, die vom Transport verletzt, stark abgemagert und bei 30° C in der prallen Sonne angebunden, vor. Der kleine Elefant wurde freigekauft und liebevoll mit Reis und Bananen aufgezogen.“ (25)

Geschichte Nr. 5

Elefantin BIMBI wurde von einem Zirkus übernommen. „BIMBI war gerade ein Jahr alt und MARY fünf, als wir sie von dem Wanderzirkus übernommen haben…Die kleine BIMBI hatte damals in einer Holzkiste gewohnt, ihr Rücken war blutig zerschunden, und auch sonst befanden sich die beiden in bedauernswertem Zustand. Mein Vater hatte schon immer etwas für Tiere übrig, und so wurden sie eben bei uns aufgenommen.“ (23)

Geschichte Nr. 6

Elefanten MARY und BIMBI wurden von nur einem Tierhändler freigekauft „Mary war eine ganz besondere Asiatische Elefantin. Ihr genaues Geburtsdatum und der Geburtsort sind nicht bekannt. Sie kam irgendwo in Asien in freier Wildbahn vermutlich 1966 zur Welt und landete im Alter von rund 6 Jahren gemeinsam mit der damals einjährigen Bimbi bei einem Tierhändler in Europa. Von dort wurden Mary und Bimbi im Jahr 1972 von der Familie Maier und ihrer Tochter Geli, den Besitzern des Tiergarten Walding, frei gekauft.“ (24)

Geschichte Nr. 7

Elefantin MARY wurde von einem Zirkus freigekauft „…und das Elefantenmädchen Mary, welches die Familie aus einem Zirkus freikaufte.“ (29)

EndZOO hat natürlich auch recherchiert. Unser Ergebnis sieht so aus:
MARY und BIMBI sind indische sogenannte Wildfänge. MARY wurde ca. 1968 geboren und wurde 1973 vom Wiener Tierhändler Halbritter an die wohlhabende Familie Mair, als Geschenk für ihre Tochter Angela Mair, verkauft.
BIMBI wurde ca. 1971 geboren und wurde 1972 vom deutschen Tierhändler Sensen ebenfalls an die Familie Mair, und ebenfalls als Geschenk für Angela, verkauft. Beide Elefantendamen waren, unserer Recherche zufolge, offenbar bewusste Bestellungen der Familie Mair. Auch war bei allen Recherchequellen ersichtlich, dass es kein einziges Zirkusunternehmen als Zwischenbesitzer gab. Die wirkliche Geschichte ihrer Elefanten bleibt Frau Mair letztendlich schuldig.

Ein/e sehr gute/r Kenner/in der österreichischen Zoo-Szene und Kenner/in von Frau Mair bestätigte ebenfalls unser Rechercheergebnis:

„Die Elefanten wurden nicht gerettet, sondern Frau Angela Mair erhielt die Tiere damals als Geschenk von ihren wohlhabenden Eltern.“ (20)

2002 fand Frau Mair offensichtlich einmal die richtigen Worte zu den sogenannten Wildfängen:

„Wir sind diejenigen, die dankbar sein sollten. Wir haben die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum weggeholt. Liebe ist das Mindeste, was sie von uns erwarten können.“ (22)

Auch bei der Herkunft ihrer Löwen, gab es unterschiedliche Aussagen von Frau Mair:

„Löwe RUMBA, der in einer Wohnung gehalten wurde und dafür längst zu groß war, war der nächste.“ (25)
„Anfangs bekamen wir Löwen, die in Discos oder Bordellen als Maskottchen gehalten wurden.“ (22)

Die Glaubwürdigkeit der „Retterin“ ist, anhand solcher Ungereimtheiten, in Frage zu stellen. Dennoch, wir wollen auf keinen Fall den Anschein erwecken, Frau Maier hätte niemals Tiere aus schlechten Haltungen aufgenommen und ihnen eine „bessere“ Gefangenschaftshaltung ermöglicht. Wir kennen u.a. den echten Tierschutz-Fall der deutschen Sumatratiger MEDAN und SHARIF. Doch mehrere dieser Fälle liegen mehr als 11 Jahren zurück. Heute gilt in Österreich die Tierhaltungsverordnung, die einige von Frau Mairs derzeitigen Haltungen als tierschutzwidrig einstuft. Die Zeit hat Frau Mair eingeholt und das Blatt hat sich, zum Nachteil einiger ihrer Insassen, nun deutlich gewendet.

EndZOO ist auch der Auffassung, dass sich Frau Mair mit einigen ihrer Tierschutzfälle ihre Sammelleidenschaft und eine vermeintlich heile Paradieswelt aufrechterhalten wollte. Fakt ist auch, nicht alle im Elternhaus und später in Walding zur Schau gestellten Individuen waren und sind Tierschutzschicksale. Genau dieser Gesamteindruck wird jedoch von Frau Mair und einigen Medien noch immer vermittelt und rigoros aufrecht gehalten.

So sind z.B. die zukünftigen neuen Löwen keine Tierschutzfälle, sondern Überschusszüchtungen irgendeiner weiteren unverantwortlichen zoologischen Einrichtung, die Löwenbabys als Publikumsmagnete missbrauchte und sie nun in eine äußerst fragwürdige Privathaltung abschiebt. Fakt ist auch, die Löwen erwartet eine Privathaltung, die über Jahre hinweg unter mangelnden Finanzen leidet. Kein gutes Vorzeichen für eine verantwortungsvolle und tierschutzgerechte Tierhaltung.

Notorischer Geldmangel?

Aus vielen eigenen Tiergartenn-Aussagen ist ersichtlich, dass Frau Mair seit Jahren unter Geldmangel leidet:

2002„Frau Mair ist froh über jede Finanzspritze für den Tierpark, der sich ansonsten ausschließlich über Eintrittsgelder, Spenden und Bewirtung finanziert.“ (22)

1997„Wir versuchen die Tiere so gut als möglich unterzubringen, aber wir haben leider nur sehr beschränkte Mittel … aus Geldmangel gibt es kaum Helfer.“ (23)

2011„In Zürich macht man jetzt ein Elefanten-Bad. Das ist natürlich sehr aufwendig. Wenn sie (die Elefanten) ins Bad gehen, braucht es wieder Reinigung. Aber wenn es gut ist. Die Schweizer haben ja auch genügend Geld.“ (36)

2012„Da diese Tiere (Präriehunde) unterirdische Bauten errichten, ist es notwendig, sehr aufwändige und damit kostenintensive Tiefbauarbeiten auszuführen. Mit vereinten Kräften können wir den Umbau des ehemaligen Bärengeheges in ein artgerechtes Heim für eine Präriehunde- Familie verwirklichen. Mit dem Kauf von Bausteinen unterstützen Sie die Entstehung der Präriehundeanlage.“ (34)
„Das Wetter bestimmt den Ertrag der Heuernte aus der hauseigenen Landwirtschaft, die Anzahl der Besucher den, letztlich auch für das Futter der Tiere dringend benötigten Geldbetrag in der Zookasse.“ (29)

Welche zoologische und verantwortungsvolle Einrichtung überlässt also seinen Löwennachwuchs einer solchen unsicheren Einrichtung, die seit Jahren selbst davon berichtet, dass sie eigentlich über zu wenig Geld verfügt?

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Politik- und Behördenblindheit?

Viele Mängel sind so offensichtlich, dass man sie überhaupt nicht übersehen kann. Eine Ausrede, man hätte es nicht gewusst, kann einfach nicht gelten.

Dennoch gibt es, laut Tiergarten Walding, Politiker (OÖVP, SPÖ), Wirtschaftsverbände (WKO), Banken (Raiffeisenbank), Prominente (Fussballer Rene Aufhauser, Springreiterin Sissy Max-Theurer), Kinderschutzverbände (Stiftung Kindertraum), Zoovertreter (Frau Dagmar Schratter, Herr Helmut Pechlaner, Herr Harald und Frau Gabi Schwammer) oder Tierärzte (Dr. Andreas M.) die mit dem Tiergarten zusammenarbeiten, ihn in irgendeiner Form unterstützen und damit Tierquälerei fördern und aufrecht halten. Dies muss ein Ende haben.

Und obwohl es viele bestehende Mängel gibt, sammelt Frau Mair ungebremst weiter. So ist aktuell die Anschaffung von Präriehunden (34) und zwei Löwen geplant. Ein Skandal, wenn man bedenkt, dass bisher inhaftierte Individuen seit Jahren vergeblich auf bessere Bedingungen warten.

WIE SIE HIER TUN KÖNNEN!

Verhindern Sie gemeinsam mit EndZOO Österreich den aktuellen Löwenzugang. Die finanzielle Unterstützung hierfür soll, nach Tiergarten Informationen, maßgeblich von Dressurreiterin Sissy Max-Theurer kommen. Schreiben Sie also Frau Theurer, was sie von dieser Neuanschaffung, angesichts der bestehenden tierquälerischen Mängel, halten.

Adresse:
Tunierkomitee und Reitclub Schloss Achleiten
Frau Sissy Max-Theurer
Achleiten 1
A – 4532 ROHR
Tel. +43 (0) 662-834063
Fax +43 (0) 662-834064
Tel. +43 (0) 7258 220522
office@achleiten.at; www.achleiten.at

Informieren Sie weiterhin den für den Tiergarten Walding zuständigen Tierschutzombudsmann, Herrn Mag. Dieter Deutsch. Machen Sie ihn auf die noch immer bestehenden Haltungsmängel aufmerksam und fordern Sie ihn auf, auf die Beseitigung der Tierquälerei hin zu wirken.

Adresse:
Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Soziales und Gesundheit
Abteilung Gesundheit
Tierschutzombudsmann Herr Mag. Dieter Deutsch
Bahnhofplatz 1 – Lageplan
4021 Linz
Telefon (+43 732) 77 20-142 81
Fax (+43 732) 77 20-21 42 89
E-Mail tierschutzombudsstelle@ooe.gv.at

Fordern Sie das für den Tiergarten zuständige Veterinärwesen auf, Frau Mair zur Abstellung der Mängel Auflagen zu erteilen, jegliche Neuzugang von nichtmenschlichen Tieren zu verbieten und Elefantin BIMBI sofort zu beschlagnahmen und einer tierschutzgerechteren Haltung zu übergeben.

Adresse
Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung
Peuerbachstraße 26 – Lageplan
4041 Linz
Telefon (+43 732) 73 13 01-0
Fax (+43 732) 73 13 01-27 23 99
E-Mail: bh-uu.post@ooe.gv.at
Homepage: www.bh-urfahr-umgebung.gv.at

oder

Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Soziales und Gesundheit
Abteilung Ernährungssicherheit und Veterinärwesen
Bahnhofplatz 1 – Lageplan
4021 Linz
Telefon (+43 732) 77 20-142 41
Fax (+43 732) 77 20-21 43 60
E-Mail: ESV.post@ooe.gv.at

WAS SIE GRUNDSÄTZLICH TUN KÖNNEN

[list icon=“icon: check“]
  • Bitte besuchen Sie keine Zoo-Gefangenschaften
  • Bringen Sie ihrem Kind die tatsächlichen und natürlichen Verhaltensweisen von Tieren in Freiheit näher. Diese finden Sie in zahlreichen Büchern, Film- und DVD-Produktionen. Eine gute Buchauswahl bieten wir auf unserer Homepage. Nicht zuletzt können viele in Österreich heimische so genannte Wildtiere, z.B. Vögel, bei Ausflügen in den natürlichen Freiraum in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
  • Leben Sie ihrem Kind den ethischen Grundsatz vor: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
  • Vermitteln Sie ihrem Kind, dass nichtmenschliche Tiere so behandelt werden wollen, wie Ihr Kind seinen Freund oder seine Freundin behandelt. Freunde sperrt man also nicht ein.
  • Klären Sie Verwandte und Freunde darüber auf, dass so genannte Zootiere nicht in menschlicher Obhut sondern in ständiger Gefangenschaft ausharren müssen. Dass ihr Zoogehege nie ihrem arttypischen Verhalten und ihrem Lebensraum entsprechen kann. Machen Sie deutlich, dass diese Individuen in ständiger Langeweile zur Schau gestellt werden. Zeigen Sie Ihnen Filmaufnahmen von Zooinsassen, die unter Verhaltensstörungen erheblich leiden.
  • Finanzieren Sie keine Zoo-Gefangenschaftsprojekte, sondern unterstützen Sie die viel effektiveren Maßnahmen zum Erhalt, Schutz und zur Neuschaffung der Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
[/list] Bitte unterstützen Sie auch die Arbeit von EndZOO Österreich mit einer Spende.

QUELLENNACHWEIS

(1) Text aus dem Walding-Zoo-Flyer (2012)
(2) „Wie alles begann„; Homepage des Vereines „Tierart e.V.“; gefunden am 04.10.2012
(3) „Gerettete Leopardin kommt zu Panther Playboy“ – Kurier vom 07.08.2001
(4) „Auf sanften Pfoten im neuen Revier“ – Kurier vom 02.06.2010
(5) Brief an den Österreichischen Tierschutzverein vom 11.08.2010
(6) Quax.at
(7) Regionuwe.at (PDF)
(8) „DER EU-ZOO-REPORT 2011“ (PDF) – Österreich (EndCap) vom April 2011
(9) Österreichischer Tierschutzverein deckt auf: Elefantenkuh Mary leidet im Zoo Walding! vom 06.08.2004
(10) Walding.ooevp.at
(11) Homepage TG Walding
(12) Homepage TG Walding
(13) http://www.tiergartenwalding.com/cms/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=12&Itemid=16
(14) http://www.tiergartenwalding.com/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=23
(15) http://www.tiergartenwalding.com/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=91&Itemid=25
(16) Tiergarten Walding Infoblatt (2011)
(17) „Dokumentation 2002“ – European Elephant Group; http://www.european-elephant-group.com/doku_5.htm
(18) „Wo Zebras streifen“ – Zeitschrift der VKB-Bank Sommer 2010
(19) „Gefährliche Arbeit mit Elefanten“; Neue Kronen-Zeitung vom 23.02.2005
(20) Aussage eines bekannten österreichischen Zookenners vom 05.10.1999
(21) „Risiko freilaufender Strauß“, Kronen Zeitung vom 28.04.2010
(22) „Ein Herz für Tiere“, Readers Digest vom September 2002
(23) „Elefanten auf der Alm“ – Der Standard vom 28.09.1997
(24) „Walding: Farewell, Mary!“ auf Zoobesuche.net, gefunden am 06.10.2012
(25) „25 Jahre Tiergarten und Reiterhof Walding“ (PDF), Waldinger Gemeindenachrichten 3/2002
(26) Homepage Tiergarten Walding gefunden am 06.10.2012
(27) „Abschied vom Mary“ – Homepage Tiergarten Waldung, gefunden am 06.10.2012
(28) „Eine exotische Geburtstagsfeier und eine wahrlich tierische Neuigkeit„, Tips.at; gefunden am 06.10.2012
(29) „Die Elefantenflüsterin und ihre ganz große Liebe zu Puma, Zebra und Co.„, tips.at, gefunden am 06.10.2012;
(30) „Elefantenwippe für Waldinger Tierpark„, Homepage der Witschaftskammer Österreich, gefunden am 06.10.2012;
(31) Tierhaltungsverordnung (PDF) (BGBI.II 486/2004) trat in Kraft 01.01.2005
(32) EU-Zoo-Richtlinien (PDF)
(33) „EU erlässt jetzt Zoorichtlinie“ in der Zeitschrift „Erlebnis Natur“; Nr.: 7-9/ 1999
(34) Homepage Tiergarten Walding, gefunden am 08.10.2012
(34) Tierschutzgesetz BGBl. I Nr. 118/2004
(35) „Wir Suchen„, Homepage TG walding, gefunden am 08.10.2012
(36) Homepage TG Walding
(37) http://www.tiergartenwalding.com/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=52&Itemid=22
(38) http://www.tiergartenwalding.com/cms/
(39) Gespräch Frau Mair mit EndZOO-Aktivisten (2011)

Bitte beachten Sie die unsere Urheberrechtshinweise!

5 responses on “Tiergarten Walding (Haltung allgemein)

  1. Bichler sagt:

    Ich finde es eine Frechheit wie sie über Frau Maier herziehen. Alle Tiere sind gesund, der Tierpark ist sauber und genug zu essen bekommen sie lieben auch. Schauen sie mal in Haag vorbei. Schmutzig, kranke Tiere und Futtersäcke zu kaufen weil sie die Tiere nicht genug füttern und Besucher das alles zusätzlich zum Eintritt noch brav kaufen.

    • frankadmin sagt:

      Wir bedauern sehr, dass sie unsere gesamten kritische Betrachtung der Gefangenschafthaltung von Frau Maier bewusst ignorieren. Und ihnen ist offenbar nicht bewusst, wie schlecht es z.B. den verstorbenen Elefanten ging. Und das die Zoo-Gefangenschaft Haag „Futtersäckl“ verkauft, liegt nicht an der von ihnen behaupteten „ungenügenden Fütterung“. Wir hoffen, dass sie zukünftig mit offenen Augen Frau Maiers Bauernhof besuchen.

  2. Eva B. sagt:

    Mir ist schleierhaft, wie sich dieser Pseudo-Tiergarten bis dato halten konnte und warum nicht schon längt ein Einschreiten seitens der Behörden dem ein Ende gesetzt hat. Als einmalige Besucherin des Zoos kann ich die furchtbare Haltung des Elefanten bestätigen und bin schockiert darüber, dass hier offensichtlich noch immer keine Veränderung in Aussicht ist.
    Warum wird hier nicht eingeschritten?!

  3. Mani sagt:

    Für beide Seiten: Miteinander statt gegeneinander, würde vor allem den Tieren helfen!

    • frankadmin sagt:

      Da wir Tierrechtler*Innen sind, ist es völlig absurd von uns eine Zuarbeit am Unrecht zu verlangen. Wenn es um die Auflösung des Tiergartens gehe sollte, sind wir natürlich gern bereit, bei der Vermittlung der Insassen (siehe Wildpark Enghagen) zu helfen.

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