2014-12-11 NAVI Lob & KritikLOB & TADEL

Wenn Medien unkritisch oder kritisch über Zoo-Gefangenschaften berichten. PolitikerInnen oder Prominente sich für irgendeine PR-Aktion einer Zoo-Gefangenschaft unüberlegt missbrauchen lassen oder doch lieber ablehnen. Oder wenn Firmen die Patenschaft für einen Zoo-Insassen übernehmen, Spendengelder für Projekte der Zoo-Gefangenschaften verschwenden oder dann doch eher sinnvoll für ein Artenschutzprojekt ihr Geld spenden. Dann werden wir es hier öffentlichen tadel oder loben. Hast du Hinweise für ein Tadel oder ein Lob? Dann schreib uns! 

 

27.01.20152014-12-11 NAVI Lob Smily Das „Jane-Goodall-Institut Österreich“ hat uns schriftlich zugesagt, bei einer ihrer nächsten Aktionen nicht noch einmal den Besuch der Zoo-Gefangenschaft „Tiergarten Schönbrunn“ in Wien als ersten Preis auszuloten. Hintergrund der schriftlichen Zusage war der „JGIs Internationaler Handy-Recycling-Tag“. Bei dieser Aktion sollten alte und gebrauchte Handy gesammelt und zu einer „Umwelt“-Spende umgewandelt werden. Eigentlich eine tolle Umwelt-Kampagne. Doch leider wurde ein „Zoobesuch“ den TeilnehmerInnen als erster Preis in Aussicht gestellt. Für uns von EndZOO ein absoluter Anlass des Protestes und des deutlichen Widerspruches. Wir freuen uns nun, dass das Institut zukünftig einen anderen Preis als Belohnung wählen möchte. Vielen Dank dafür! Wusstet ihr, dass Jane Goodall einer der MitbegründerInnen des „Great Ape Projects“ war und sich damit offiziell zu den Menschenrechten für die großen Menschenaffen bekannte? Freiheit ist übrigens eines der eingeforderten Persönlichkeitsrechte, für die sich Jane Goodall noch heute stark macht. Ein Zoobesuch als Preis (in Fortführung) wäre für EndZOO also ein falsches Signal in diese Richtung gewesen. Ausführungen zu unserer Kritik an der Zoo-Gefangenschaft „Schönbrunn Wien“ finden Sie HIER!
20.01.20152014-12-11 NAVI Kritik Smily Das TV-Magazin die Drehscheibe, vom öffentlich rechtlichem Fernsehsender ZDF, berichtet absolut unkritisch und damit einseitig über zwei aktuelle Gorilla-Geburten in der Zoo-Gefangenschaft von Stuttgart. Zum einen wäre kritisch anzumerken, dass alle Menschenaffen-Insassen sich aufgrund der Kälte (bei weniger als 15 Grad) sichtbar nur in den beengten Innenanlagen aufhalten können. Extremer Bewegungsmangel für meist mehr als 5 bis 6 Monate! Und ein weiterer berichtenswerter Kritikpunkt wäre der wiederholte Virus-Tod eines Bonobos in derselben Räumlichkeit. Quelle
16.01.20152014-12-11 NAVI Kritik Smily Die zwei Tageszeitungen BZ und BILD-Zeitung“ des Springer-Verlages übernehmen die Patenschaft für die aktuelle Orang-Utan-Handaufzucht in der Zoo-Gefangenschaft „Zoo Berlin“. Aus der Eisbären-Handaufzucht KNUT, er zeigte aufgrund seiner Fehlprägung erhebliche Verhaltensstörungen, haben die beiden Berliner Zeitungen offensichtlich nichts gelernt. Das Risiko, das auch dieses Orang-Utan-Baby RIEKE später unter der menschlichen Fehlprägung leiden und sogar früher sterben wird, ist erheblich. So einige Studien gleichlautend. Ob das den beiden Tageszeitungen auch noch in einigen Jahren interessiert, darf bezweifelt werden. Hauptsache die Auflage stimmt?
08.01.2015 2014-12-11 NAVI Lob Smily

Die Zoo-Gefangenschaft „Allwetterzoo“ in Münster hat jetzt bekannt gegeben, dass sie ihre Elefanten-Gefangenschaft vom „direkten Kontakt“ auf den so genannte „geschützten Kontakt“ umstellen will. Ein direkter körperlicher Kontakt zu Elefanten hatte in allen Zoo-Gefangenschaftshaltungen bisher zur Folge, dass die Elefanten mit Hilfe des Elefantenhakens, Schlägen oder zumeist brutalen Dressuren zur absoluten Gehorsamkeit und Unterwerfung „erzogen“ wurden. Artwidrige und unnatürliche Zirkusshow und langanhaltende nkettungen gehörten ebenfalls zur Methode. Ein nicht nur mittelalterlicher und unwissenschaftlicher Akt, sondern auch einer der fragwürdigsten Formen der menschlichen Gewaltausübung gegenüber nicht-menschlichen Tieren. Wir von EndZOO begrüßen diese schon längst überfällige Maßnahme als einen weiteren Schritt in Richtung der „weitestgehender Leidminderung“. Aber es bedeutet für die Elefanten nicht nur ein Plus an mehr Selbstbestimmung und Bewegungsfreiheit sondern für sie und den WärterInnen auch ein deutlicher Zugewinn für ihre Gesundheit und für ihr Leben. Denn die meisten Verletzungen oder Todesfälle von Wärterinnen durch sich wehrende Elefanten gab es in der Gefangenschaft-Haltungsform des direkten Kontaktes. Nun wäre der nächste Schritt ein Zuchtstopp und ein Auslaufen der Münsteraner Elefanten-Gefangenschaft.