#31 - Zoo Rostock: Todesspritze für Eisbärenbaby!

22 Dezember 2014

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pdficon_largePRESSEMITTEILUNG #31/ 2014

Zoo Rostock: Todesspritze für Eisbärenbaby!

EndZOO prangert Falschheit und Doppelmoral im Umgang mit Inzucht an

vom 22.12.2014

Rostock – Während Vertreter des europäischen Zooverbandes (EAZA), des Verbandes deutscher Zoodirektoren (VDZ) und die Kopenhagener Zooführung die Tötung der durch Inzucht gezeugten Giraffe MARIUS mit der Inzuchtgefahr für die gesamte europäische Giraffenpopulation rechtfertigten, betreibt derzeit der Rostocker Zoo mit dem aktuellen Eisbärbaby „selbst eine absurde und fragwürdige Inzucht“. Davon spricht die Tierschutz- und Tierrechtsorganisation EndZOO Deutschland e.V. heute in einer Pressemitteilung. Nach Recherchen der Tierrechtler, die sich vehement für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften aussprechen, ging das aktuelle Eisbärenbaby eindeutig aus Inzucht hervor. Eisbärenmutter VILMA und Eisbärenvater LARS sind nachweislich genetisch eng miteinander verwandt und sind zudem in der gesamten Zoo-Population sogar teilweise „genetisch überpräsent“. Zudem hat Eisbärvater LARS, laut Zuchtbuch 2009, in seinem Stammbaum Vorfahren mit unbekannter Herkunft. Alle diese Fakten führen, nach EndZOO-Meinung, die „genetische Vielfalt einer Zoo-Erhaltungszucht“ bei Eisbären ad absurdum und machen das Rostocker Eisbärenbaby, wie einst Giraffe MARIUS auch, zu einem Todeskandidaten. „Würde der Rostocker Zoo die bei Giraffe MARIUS angewandten Zoo-Leidlinien gleichermaßen konsequent und ehrlich umsetzen, müsste auch er das Eisbärenbaby in naher Zukunft totspritzen“. Mit ihrer Pressemitteilung will EndZOO die „Doppelmoral der Zoos im Umgang mit ihren Insassen“ und die „Verlogenheit im Umgang mit Inzucht- und Überschusstiere“ öffentlich anprangern und Konsequenzen herbeiführen.

2014-03-11_Zoo_DK_Kopenhagen_DOKU_Giraffe_Marius_Tod_ENDVERSION_Seite_01„In der Öffentlichkeit sprechen Zoo-Gefangenschaften oft und gern von der Vermeidung von Inzucht und dem durch Inzucht verbundenen Verlust der genetischen Vielfalt. Schon allein die Inzucht und die anschließende Tötung der Giraffe MARIUS in der Zoo-Gefangenschaft von Kopenhagen hat die Falschheit dieser Aussage einmal mehr als deutlich gemacht. Jetzt tritt der Rostocker Zoo einen weiteren Beweis für diese Zoo-Heuchelei an. Um den Neubau einer nie artgerechten und nachweislich tierquälerischen Eisbären-Gefangenschaftshaltung zu finanzieren, hat der Rostocker Zoo offenbar kein Problem damit potenzielle Todeskandidaten zu züchten. Hauptsache ein Eisbärenbaby lässt die Zookassen kräftig klingeln? Dass Inzucht aber auch zu erhöhter Jungtiersterblichkeit, Erbkrankheiten und oft auch qualvollen Gesundheitsproblemen führen kann, scheint offensichtlich nicht von großer Bedeutung zu sein“, so Zoo-Experte und Endzoo-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Unsere Dokumentation zur Giraffe MARIUS finden Sie auf unserer Homepage: HIER KLICKEN!

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

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