Enghagen: Chronik einer bisher erfolgreichen EndZOO-Kampagne

15 Oktober 2015

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ENDZOO IST AKTIVER TIERSCHUTZ

Chronik einer bisher erfolgreichen EndZOO-Kampagne

15.10.2015

Bären-Betongraben

Zum Vergrößern bitte anklicken!

EndZOO ist vordergründig eine Tierrechtsorganisation, die offen u.a. für das Persönlichkeitsrecht (Tierrecht) auf Freiheit für nicht-menschliche Tiere eintritt und sich daher für ein schnellstmögliches Ende aller Zoo-Gefangenschaften engagiert. EndZOO ist aber auch eine Tierschutzorganisation. Eines unserer Vereinsziele ist folglich auch die weitestgehende Leidminderung für Insassen aller Gefangenschaftshaltungen. Wir setzen uns somit auch dafür ein, dass Individuen, die nicht ausgewildert werden können, bessere Gefangenschaftsbedingungen erhalten und dadurch weniger Leiden ertragen müssen. Ein Beispiel einer erfolgreichen EndZOO-Tierschutzarbeit ist die Schließung der katastrophalen österreichischen Wildpark-Gefangenschaft Enghagen und die aktuelle Abgabe von drei Braunbären in eine viel bessere Gefangenschaftshaltung. Von der Betongrube in ein „naturnahes Waldareal“ mit „Wiese unter den Tatzen, so viele neue Gerüche (v.a. nach anderen Bären), Bäume, Büsche…“.(1) Lesen sie nun die Chronik unserer erfolgreichen EndZOO-Kampagne um den bisher „Schlimmsten Zoo Österreichs“.

Juli 2011

EndZOO erhält immer wieder Anrufe von besorgten BesucherInnen der Wildpark-Gefangenschaft Enghagen. Es soll erhebliche Missstände in der Haltung geben.

18. August 2011

Wir besuchen erstmals die Wildpark-Gefangenschaft. Unser erster Eindruck: Unsauber, Gestank, kaputte und verschlissene Käfiganlagen, Sicherheitsmängel und verhaltensgestörte Insassen. Einer der Jungbären zeigt im Betongraben ausgeprägte und langanhaltende Laufstereotypien (Verhaltensstörungen).

>> Hier finden Sie unseren damaligen Bericht über die Missstände

4. August 2012

EndZOO-Österreich kürt die Wildpark-Gefangenschaft „Enghagen“ offiziell zum „Schlechtesten Zoo Österreichs“.

>> Hier unsere damalige Pressemitteilung!

31.August.2012

Nach öffentlicher Kritik unsererseits und einigen Zeitungsberichten kommt endlich Bewegung in die Diskussion um den für EndZOO „Schlimmsten Zoo Österreichs“.

„Nach Kontrollen“ können der zuständige Amtstierarzt und „Vier Pfoten“, so die österreichische Zeitung der Kurier vom 31.08.2012, dennoch „keine Horrormeldungen von abgemagerten“ und „verhaltensgestörten Zoobewohner … bestätigen“.

>> Hier finden Sie den Zeitungsbericht!

4. Oktober 2013

Die Horror-Wildpark-Gefangenschaft Enghagen wird trotz massiver öffentlicher EndZOO-Aufklärung über Missstände noch immer in der Liste der Marke „TOP-Tierparke Österreich“ als Tierpark „mit sehr guter Tierhaltung“ geführt. Wir veröffentlichen eine Pressemitteilung und kritisieren diese fragwürdige Auszeichnung.

Wenig später ist Enghagen aus der Liste entfernt.

>> Hier unsere damalige Pressemitteilung!

6. Februar 2014

Nach erneuter Flucht einiger Insassen (hier fünf Steinböcke) aus der Wildpark-Gefangenschaft erheben wir wiederholt Vorwürfe gegen die Zuverlässigkeit des Betreiber Josef Streicher und dessen Wildparkhaltung und die, aus unserer Sicht, untätigen Behörden.

>> Hier unsere damalige Pressemitteilung!

18. Juli 2014

EndZOO prangert in einer Presseaussendung erneut die Haltung, den Zustand einiger Insassen und die offensichtliche Untätigkeit der Behörden des mittlerweile geschlossenen Wildparks an.

>> Hier unsere damalige Pressemitteilung!

23. Juni 2015

Das Verpächter-Ehepaar Schmidleitner beklagt uns gegenüber schriftlich, dass die verbliebenen Insassen „laut Behörde“ nun entfernt werden sollen. Doch die Besitzverhältnisse sind noch immer nicht geklärt. Schmidleitner wissen nicht wohin mit Bären, Wölfe und Affen und bitten EndZOO um Hilfe. EndZOO startet sofort eine schwierige Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten.

26. Juni 2015

Wir schreiben auch den österreichischen „Bärenwald Arbesbach“ per E-Mail an. Die Bären-Auffangstation hatte sich in der Vergangenheit zur Übernahme der drei Enghagener Braunbären bereit erklärt. Wir bitten die Leiterin sich nochmals bei den Behörden zu melden und ebenfalls Druck zu machen. Erfolgreich! Wir sind weiterhin auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für die ebenfalls noch verbliebenen sechs Timberwölfe und Berberaffen.

30. Juli 2015

Die Behörde informiert die Schmidleitners schriftlich, dass sie ab 01. August 2015 wieder „Eigentümer der Tiere“ sind und nun die „Versorgung der Tiere zu übernehmen“ haben.

1. August 2015

Der dubiose Tierhändler und Pächter Josef Streicher kündigt der Behörde schriftlich an, „ab 01.08.2015 die Versorgung der Tiere nicht mehr gewährleisten zu können“.

>> Hier erfahren alles über den dubiosen Tierhandel von Herrn Josef Streicher

3. August 2015

Laut Schmidleitners können sie erst unter Polizeischutz die Insassen versorgen. Danach gibt Josef Streicher bei der Polizei plötzlich zu Protokoll, dass er die „Tiere (Bären, Affen und Wölfe) weiterfüttern wird“.

5. August 2015

Die Behörde teilt den Schmidleitners nochmals schriftlich mit, dass sich „die genannten Tiere“ nun endgültig „in ihrem Eigentum befinden“. Jetzt steht einer Vermittlung und Abgabe nichts mehr im Wege. Der Bärenwald Arbesbach will die Bären, nach Umbauarbeiten, in zwei Monaten übernehmen.

Wir finden mittlerweile diverse Wolfs-Gefangenschaften die für eine Übernahme der sechs Timberwölfe aufgrund ihrer Haltung oder leerstehender Wolfsgehege in Frage kämen. Die Schmidleitners fragen dort sofort schriftlich oder telefonisch nach. Obwohl in einer Gefangenschaftshaltungen ein ganzes Gehege sogar leer steht, hagelte es dennoch bisher nur Absagen.

6.Oktober.2015

Die Bärenmutter und ihre zwei Jungbären kommen in den Bärenwald Arbesbach. Für die sechs Timberwölfe und die zwei Berberaffen suchen wir weiterhin dringend nach einer seriösen und ordentlichen Unterbringungsmöglichkeit.

Quellenachweise:

(1)(Vier Pfoten Facebookeintrag vom 11.10.2015)

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