#13 - Salzburg: Rote Panda-Babys aufgepäppelt

19 August 2015

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 August 19, 2015
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Rote Panda-Babys in Zoo Salzburg aufgepäppelt

Nachzucht für die Zoo-Gefangenschaft?

19.08.2015

Wien (OTS) – Im Salzburger Zoo werden derzeit zwei rote Panda-Babys, deren Mutter an einer Leber- und Nierenerkrankung starb, per Hand aufgepäppelt. Laut Zoodirektorin Sabine Grebner ist es die Aufgabe der Zoos, Tierarten zu sichern, die in freier Wildbahn nicht überleben können. Der rote Panda ist in seiner Heimat – den Bergwäldern Chinas, Nepals und Myanmars vom Aussterben bedroht.

Die Nachzucht von Wildtieren in Zoos ist grundsätzlich zu hinterfragen. Die zwei roten Pandababys werden die Population dieser gefährdeten Tierart in seiner Heimat nicht retten. Für Nachzuchtprogramme werden in Zoos Unsummen ausgegeben mit dem Ziel, die Tiere als Attraktionen für schaulustige Menschen auszustellen. Denn der eigentlich Zweck der Zoos ist nicht – wie von Zoos behauptet – der Artenschutz, sondern die Tiere einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren. Das bringt schließlich die Kassen der Zoos zum Klingeln.

Das Geld, das dafür verwendet wird, gefährdete Tierarten am Leben zu erhalten, um möglichst große Zuchterfolge zu feiern, wäre an anderer Stelle viel sinnvoller eingesetzt. So könnte man Artenschutzprojekte in den jeweiligen Ländern finanzieren und damit den roten Pandas wirklich helfen.

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

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