#11 - Zoo Leipzig: Giftspritze für Elefantenbaby, Herr Junhold?

31 März 2015

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 März 31, 2015
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Zoo Leipzig: Giftspritze für Elefantenbaby, Herr Junhold?

EndZOO entlarvt Heuchelei um Handaufzuchten

vom 30.03.2015

Leipzig – Obwohl die begonnene Handaufzucht, eines am 25.12.2006 geborenen Lippenbärenbaby, sehr erfolgversprechend war und das Baby bereits die zweite Nacht überlebte, ordnete die Leitung des Leipziger Zoos am 27.12.2006 dennoch die sofortige Tötung des Bären durch die Giftspritze an. Einige der fragwürdigen und absurdesten Begründungen von Zoodirektor Junhold, Kurator Nötzold und Zootierarzt Bernhard waren damals: „Weil nicht mehr davon auszugehen war, dass die Mutter ihr Junges selbst versorgen würde“, „eine Aufzucht von Wildtieren durch Menschenhand ist nicht artgerecht“ und „fachlich und praktisch die einzige Option, die Einschläferung zu vermeiden, darin bestand, dem Jungtier eine natürliche Aufzucht durch die Mutter zu ermöglichen“. Und obwohl Junhold noch im März 2007 in einer Tageszeitung verkündete, das es „Handaufzuchten von verstoßenen Jungtieren, wie sie noch bis vor kurzem üblich waren, fortan“ in Leipzig nicht mehr zugelassen werden und „in den letzten Jahren sich ein Umdenken in der Zoowelt vollzogen hat“, erleben wir fast zehn Jahre später mit der aktuellen Elefanten-Handaufzucht nun genau das Gegenteil.

Die Tierrechts- und Tierschutzorganisation EndZOO Deutschland e.V., die sich auch vehement für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ausspricht, kritisiert nun anlässlich der aktuellen Handaufzucht des Elefantenbays erneut die damalige „tierschutzwidrige Tötung“ des Lippenbären und bezeichnet die Haltung des Leipziger Zoo in Bezug auf Handaufzuchten heute als „große verabscheuungswürdige Heuchelei“.

„Die Hilfsmittel und die Überlebenschance, die dem Elefantenbaby im Zoo aktuell zuteilwird, wurde dem Lippenbärenbaby 2007 arrogant verweigert. Obwohl der Bär damals seinen starken Überlebenswille ebenso deutlich zum Ausdruck brachte wie das Elefantenbaby heute, hat man ihn damals dennoch totgespritzt und keinerlei Lebenschance eingeräumt. Diese fragwürdigen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen zeigen einmal mehr, mit welchem unerhört willkürlichen Maßstab in der Leipziger Zoo-Gefangenschaft mit Leben und den Tod umgegangen wird. Hier wird russisch Roulette mit fühlenden Lebewesen gespielt und auch noch als Tierschutz verkauft. So etwas gehört schnellstmöglich beendet“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Weitere absurde Zoo-Aussagen um Tötung des Lippenbären 2007 finden Sie auf unserer Homepage! HIER KLICKEN!

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

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