#09 - Wien: Unendliche Eisbären-Tierquälerei für 10,7 Millionen Euro

26 Februar 2015

Comments:

0
 Februar 26, 2015
 0

PRESSEMITTEILUNG #09/ 2015

#09 – Schönbrunn: Unendliche Eisbären-Tierquälerei für 10,7 Millionen Euro

EndZOO-Kritik zum Welteisbärentag

vom 26.02.2015

Am 27. Februar ist Welteisbärentag. Die österreichisch-deutsche Tierrechts- und Tierschutzorganisation EndZOO nimmt diesen Tag zum Anlass, auf die anhaltende Leidenssituation und Tierquälerei der beiden Schönbrunner Eisbären LYNN und RANZO aufmerksam zu machen. Seit ihrer Ankunft zeigen beide Individuen ausgeprägte und langandauernde Verhaltensstörungen bzw. –auffälligkeiten. Eisbärin LYNN ist am stärksten verhaltensgestört. Sie läuft oft stundenlang (Laufstereotypie oder Pacing) zwischen zwei bestimmten Punkten des linken Geheges hin- und her und zeige dabei auch die Verhaltensauffälligkeit des Herausstreckens und Einziehens der Zunge. Aber auch Eisbär RANZO zeigt in unregelmäßigen Zeitabständen die Verhaltensstörung des Hin- und Herlaufens im oberen Bereich des rechten Areals. Trotz aller Beschäftigungsversuche (Spielzeug) und haarsträubenden Ausreden des Zoos, wie „die Bären sind noch in der Eingewöhnungsphase“ oder „Verhaltensstörungen aufgrund der beengte Haltung im vorherigen Zoo“, haben sich die Verhaltensstörungen sogar noch gefestigt. „Dies ist kein reines

Schönbrunn-Tierqual-Phänomen“, sagt EndZOO. So beweisen verschiedenste Studien, dass Eisbären grundsätzlich unter den Bedingungen der Zoo-Gefangenschaft leiden und dies mit Verhaltensstörungen und -auffälligkeiten deutlich sichtbar zum Ausdruck bringen. Für EndZOO ist es demnach nicht verwunderlich, dass z.B. Eisbär NANUQ, 2007 in Wien geboren, ebenfalls Verhaltensstörungen in der Zoo-Gefangenschaft von Hannover zeigt.

EndZOO fordert Wien heute auf, seine tierquälerische Eisbärenhaltung endlich auslaufen zu lassen und mit der räumlichen Trennung der Eisbären LYNN und RANZO für eine möglicherweise kurzfristige Leidminderung zu sorgen. Denn oft ist die zu große räumliche Nähe ein Auslöser von Dauerstress, beim überwiegend einzelgängerisch lebenden Eisbären. Zumal beide Individuen miteinander verwandt sind und bei frühzeitiger Geschlechtsreife eine erhebliche Gefahr der Inzucht besteht.

„Es ist nachgewiesen, dass Eisbären die solch ausgeprägte und langanhaltende Verhaltensstörungen wie LYNN und RANZO zeigen, oft in einem Zustand von Dauerstress sind und extrem unter den Bedingungen des nicht-einzelgängerischen Sozialverhaltens, der Beengtheit, der Langeweile und erheblichen Reizarmut extrem leiden. Hier kann eindeutig von durchgängiger und lebenslanger Tierquälerei gesprochen werden. Kein Wunder, durchstreifen doch Eisbären in Freiheit Gebiete von bis zu 600.000 Quadratkilometer. In einem dokumentierten Fall schwamm eine freilebende Eisbärin ununterbrochen 232 Stunden und legte dabei fast 700 km zurück. Eine artgerechte Eisbärenhaltung kann es also nie geben! Artgerecht ist immer nur die Freiheit!“, so Zoo-Experte und EndZOO Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Hier ein älteres Besuchervideo das die ausgeprägte Laufstereotypie (Pacing) von Eisbärin TANIA auf der alten Eisbärenanlage in der Zoo-Gefangenschaft von Wien zeigt. Auch sie zeigt zudem die Verhaltensauffälligkeit des Herausstreckens und Einziehens der Zunge beim Laufen. Das TANIA hier nachweislich ihr Leiden visuell zum Ausdruck bringt, scheinen die BesucherInnen aber ganz offensichtlich nicht zu wissen. Sie verhöhnen sogar ihre Verhaltenstörung mit dem Videotitel „Tanzender Eisbär“ und finden das auch noch teilweise „witzig“ (Aussage im Video zu hören):

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.