#05/2017 - Dresden: Anzeige wegen tödlich endender Leopardenzucht

2 August 2017

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 August 2, 2017
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PRESSEMITTEILUNG #05/ 2017 

Zoo Dresden: Anzeige wegen tödlich endender Leopardenzucht

Tierrechtler fordern Veterinäramt zum Handeln auf

vom 02.08.2017

Dresden – Die Tierrechts- und Tierschutzorganisation EndZOO Deutschland e.V., die sich vehement für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ausspricht, hat gestern in Person ihres 1.Vorsitzenden Frank Albrecht beim Veterinäramt Dresden Anzeige gegen den „Zoo Dresden“ erstattet. Nachdem der Zoo vor etwa einer Woche den Nachwuchs des Schneeleopardenpaares ASKIN und ISTARI wegen einer unheilbaren Augenkrankheit (MOC) töten musste, erhebt die Organisation in ihrer Anzeige nun schwere Vorwürfe gegen die Zoo-Verantwortlichen. Der Hauptvorwurf ist, dass aus genetischer Sicht mit dem Leopardenpaar es keine Zucht hätte geben dürfen. Zum einen findet sich im Stammbaum von Leopardenmutter ISTARI gleich zwei Vorfahren, die Geschwister VIKTOR und VERONIKA, die an der MOC-Krankheit erkrankten. Diese Tatsache widerspricht der Aussage des zoologischen Leiters, Wolfgang Ludwig, der gegenüber der Tageszeitung Sächsischen Zeitung am 26.07.2017 noch meinte, dass die Vorfahren von ASKI und ISTARI gesund waren. Des Weiteren seien die Stammbäume der Eltern von Inzest- und Inzuchtverpaarungen übersät. Auch dies hätte, so die Tierrechtler, als deutlicher Warnhinweis auf Risiken genügen müssen. Als Beweis dafür, dass an MOC erkrankte Vorfahren ihre Krankheit nicht nur an ihre eigenen Nachkommen, sondern auch an die nächsten Generationen weitergeben können, zeigen die von EndZOO dem Veterinäramt vorgelegten Stammbäume von Krankheitsfällen des Leipziger (2012) und Salzburger Zoos (2011). In allen drei Fällen taucht der an MOC erkrankte Schneeleopard VIKTOR in den Stammbäumen auf. Es tauchen aber auch andere Individuen und Paare auf, die ebenfalls Nachkommen mit MOC hatten. Anhand der Anzeige soll das Dresdner Veterinäramt jetzt prüfen, ob mit dieser Zucht ein fahrlässiger oder sogar vorsätzlicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Außerdem fordert EndZOO ein lebenslanges Zuchtverbot für die Leoparden ASKI und ISTARI.

„Auch wenn noch immer nicht geklärt ist, welche tatsächlichen Ursachen für diese Krankheit in Frage kommen, ist es grob fahrlässig, dass die Dresdner Zoo-Gefangenschaft die Augenkrankheit MOC als Erbkrankheit offensichtlich ausschloss.Jeder Tierhalter hat die gesetzliche Pflicht, vermeidbare Risiken auszuschließen und dem Tierschutzgesetz (11b) somit Rechnung zu tragen. Eine wissenschaftlich arbeitende Einrichtung hätte bereits beim Blick in die Stammbäume des Katzenpaares erkennen müssen, das die MOC-Erkrankung schon bei mehreren Vorfahren auftrat und sich über mehrere Generationen weiterverbreitete. Jeder Züchter weiß auch, dass viele Inzest- und Inzuchtverpaarungen ein enormes Risiko für zukünftige Generationen darstellen, so Zooexperte  und 1.Vorsitzender von EndZOO Deutschland e.V. Frank Albrecht abschließend.

Stammbäume von ASKIN und ISTARI in Zoo-Gefangenschaft Dresden: HIER KLICKEN!

Stammbäume Zoo-Gefangenschaft Leipzig: HIER KLICKEN!

Stammbäume Zoo-Gefangenschaft Salzburg: HIER KLICKEN!

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EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

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