#02/2017 - Mannheimer Pinguin war kein Opfer eines Menschen

27 Februar 2017

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 Februar 27, 2017
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PRESSEMITTEILUNG #02/ 2017                

ZooExperte: Mannheimer Pinguin war kein Opfer eines Menschen

EndZOO fordert Ende der Pinguin-Gefangenschaft im Luisenpark

vom 27.02.2017

Mannheim – Bereits am 16.02.2017 äußerte der Zooexperte und erste Vorsitzende der Tierrechts-; Tierschutz- und Artenschutzorganisation „EndZOO-Deutschland e.V.“ Frank Albrecht auf seiner Facebookseite den Verdacht, dass für das Verschwinden und den Tod des Pinguins aus der Mannheimer Zoo-Gefangenschaft „Luisenpark“ kein Mensch, sondern viel eher ein so genanntes Raubtier in Frage komme. Am vergangenen Freitag ging der Experte dann selbst noch einmal vor Ort auf Spurensuche und fand auch weitere Hinweise für seine Vermutung.

So habe das Pinguin-Gehege Schwachstellen, die z.B. einem Fuchs das Eindringen erleichtern. So führt der Stromzaun wohl nicht durchgängig Strom und ein großer, nah am Gehegezaun stehender, Stein mache Eindringlingen den Einstieg in das Gehege einfach. Zooexperte und Tierrechtler Albrecht: „Ein Fuchs z.B. steigt auf den Stein, macht einen großen Satz über den Stromzaun und landet auf fast gleicher Höhe auf einer der naheliegenden Dächer der Pinguinhöhlen (siehe Foto). Einfacher geht es für ihn nicht.“ Nach einigen Gesprächen mit Stammbesucher*Innen stellte sich am Freitag auch noch heraus, dass es wohl schon in der Vergangenheit (vor Installation des Stromzaunes) Fuchsangriffe auf die Pinguine gab.

Auch scheinen die Betreiber*Innen des Parks mittlerweile selbst von einem nicht-menschlichen also tierischen Angreifer auszugehen. Denn genau an dem von Albrecht ausgemachten Schwachpunkt, dort wo der große Stein nah beim Zaun steht, hat der Park jetzt eine so genannte Wildkamera installiert.

Angesichts der wohl wiederholten Fuchsangriffe fordert die Tierrechtsorganisation EndZOO, die sich auch vehement für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ausspricht, nun auch ein schnellstmögliches Ende der Pinguin-Gefangenschaft im Luisenpark durch Auslaufen. Die Forderung ist nicht von der Hand zu weisen. Denn eine solche, wiederholt unsichere, Pinguin-Gefangenschaft entspricht auch nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes. Aber auch an der Berichterstattung der Medien übt die Organisation Kritik.

„Es ist sehr bedauerlich, dass viele Medien in solchen Fällen fast immer nur die Aussagen der Zoo-Gefangenschaftsbetreiber*Innen ungeprüft übernehmen und nicht etwa bei zookritischen oder anderen Organisation nach weiteren Auffassungen nachfragen. So hatten sich in der Vergangenheit schon öfters studierte Biolog*Innen und Expert*Innen der Zoo-Gefangenschaften geirrt und bei solch mysteriösen Todesfällen (siehe Liste EndZOO-Internetseite) oft nur Menschen für den Tod ihrer Insassen verantwortlich gemacht“, so der 1.Vorsitzende und Zooexperte Frank Albrecht von EndZOO Deutschland e.V. abschließend.

Liste von Zoo-Experten-Irrungen:

2007-„Massaker an vier Flamingos“ (Zoo-Gefangenschaft Frankfurt 2007)

2008 -„Kleine Pandas aufgeschlitzt“ (Zoo-Gefangenschaft Nürnberg 2008)

2014-„15 Flamingo brutal geköpft“ (Zoo-Gefangenschaft Frankfurt 2014)

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

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